Ätherrauschen

Kommentare zum Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.

14. Feb 2018

Viel negatives Echo bekam der Vorschlag der (kommissarischen) Bundesregierung, zur Senkung der Luftschadstoffe in den Städten den Nahverkehr kostenlos zu machen. Der Haupteinwand dagegen war, dass es viel zu teuer sei, selbst wenn der Bund sich beteiligen würde. Zahlen, die derzeit zirkulieren liegen bei rund 20 Milliarden Euro, die sich aus laufenden Kosten, Kosten für die Neuanschaffung sauberer Busse sowie dem Ausbau der Strecken und Bedien-Frequenz ergeben.

Wenn wir von diesen 20 Milliarden Euro ausgehen, und das Ziel die Verbesserung der Luft ist, könnte allein schon die Hälfte des Betrags, nämlich rund 9,5 Milliarden Euro jährlich aufgebracht werden, indem die steuerlichen Vorteile für Dieselkraftstoff abgeschafft werden.

Das hätte gleich mehrere Vorteile:

Obwohl ich selbst einen Diesel fahre, bin ich absolut für den Vorschlag der Regierung, da hier die Vorteile die Nachteile weit überwiegen. Und ich bin mir sicher, dass mit etwas gutem Willen die Finanzierung problemlos möglich ist, vorausgesetzt, dass sich die Politiker nicht von den Lobbies bequatschen lassen.

Eine Alternative zum kostenlosen ÖPNV, die auch die Städte entlasten würde, wäre es aus meiner Sicht, ausserhalb der Städte große Parkhäuser zu bauen, diese an den ÖPNV anzubinden, eine nicht zu hohe Parkgebühr dort zu erheben und das Parkticket als Tageskarte für den ÖPNV zu werten. Zusammen mit flächendeckenden Einfahrtsgebühren und Parkgebühren für Nicht-Einwohner in der Stadt, würde das vermutlich auch schon die Straßen entlasten, und Lärm und Schmutz reduzieren. Kommt noch ein Gütertransport- und Verteilsystem dazu, steht einer viel saubereren Stadt nichts im Weg.

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