Ätherrauschen

Kommentare zum Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.

23. Mai 2018

Facebook hat seine bei der Übernahme von WhatsApp gegebenen Versprechen endgültig gebrochen und gibt nun massenhaft Nutzerdaten des Messengers an den Mutterkonzern weiter. Das betrifft nicht nur Nutzer, die neben WhatsApp auch einen Facebook-Account haben, sondern alle WhatsApp-Nutzer.

Zwar werden keine Kommunikationsinhalte weitergegeben, aber so ziemlich alles, was an Meta-Daten anfällt: sämtliche nutzerbezogene Daten, wie z.B. Name, Nummer, Profildaten, Gerätedaten (bis hin zu den eingestellten Optionen, Betriebssystemdaten, Carrierdaten), Nutzungsdaten (wann zuletzt genutzt, wie lange etc.).

Man kann dem widersprechen, aber nur auf einem unglaublich komplizierten Weg: unter anderem soll der Nutzer darlegen, welchen Datenverarbeitungssaktivitäten genau er widersprechen möchte, wie und warum diese seine Rechte und Freiheiten genau einschränken etc. Das Ganze ist so gestaltet, dass der durchschnittliche Nutzer diesen Weg kaum erfolgreich wird gehen können.

Ich hatte diesen Schritt schon erwartet, nachdem der letzte Gründer von WhatsApp kürzlich seinen Posten bei Facebook im Streit verlassen hatte, aber nicht, dass Facebook den Usern derartig schnell den Stinkefinger zeigen würde.

Es wird wohl langsam Zeit, endgültig auf Alternativen wie Signal oder Wire umzusteigen.

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