Ätherrauschen

Kommentare zum Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.

28. Sep 2018

Facebook erlaubt ihren Werbekunden, ganz gezielt bestimmte Nutzer anzusprechen, indem die Werbenden Listen mit Kundendaten hoch laden, die Facebook dann mit den vorhandenen Daten abgleicht. Das Interessante dabei ist nun, dass Facebook dazu nicht nur die einsehbaren Daten aus dem Profil heranzieht, sondern auch sogenannte Schatten-Daten, also Daten, die sie beispielsweise für die Zwei-Faktor-Authentifizierung oder die Konten-Wiederherstellung bekommen haben, oder auch Daten von anderen Leuten, die irgendwie dem jeweiligen Nutzer zugeordnet werden können, zum Beispiel aus deren Kontaktlisten im Mobiltelefon, auf die Facebook ja üblicherweise auch Zugriff erhält. Diese Daten nutzt Facebook offenbar selbst dann, wenn alle Optionen gegen die Datenweitergabe aktiviert wurden.

Ich sehe da ein neues Schlachtfeld für Datenschützer, Anwälte und Gerichte hierzulande, weil das wohl kaum mit der DSGVO vereinbar sein dürfte.

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