Ätherrauschen
Kommentare zum Leben, dem Universum und dem ganzen Rest

Umziehen als Abenteuer

Meine letzter Beitrag hier ist schon fast zwei Jahre her. Oha.

Es ist nicht so, als hätte es nichts gegeben, das ich hätte kommentieren können oder das mich aufgeregt hätte. Aber vieles erschien mir dann doch nebensächlich verglichen mit den größeren Problemen anderer Leute. Nun bin ich jemand, der dazu neigt, sich auch mal über Kleinigkeiten tierisch aufzuregen, meine Schimpftiraden sind geradezu gefürchtet. Aber irgendwie hatten im letzten Jahr dann doch immer wieder andere Dinge Vorrang.

Unser Umzug in eine für mich neue und fremde Umgebung zum Beispiel.

Die Vorgeschichte

Ich bin vor fast fünfundzwanzig Jahren nach Darmstadt gezogen. Erst zum Studieren, dann bin ich wegen der Arbeit dort hängen geblieben. Mein Frau kommt aus dem Münsterland, ist aber vor neun Jahren zu mir gezogen und letztlich nach ihrem Studium auch bei meinem Arbeitgeber als Assistenz der Geschäftsleitung gelandet. Das war nicht ihr Traumjob, völlig ohne Bezug zu ihrem Studium und ihren Interessen, zudem machten ihr interne Schwierigkeiten zu schaffen.

Meine Schwiegermutter ist gesundheitlich angeschlagen, so dass uns schon vor Jahren klar war, dass wir uns langfristig wieder in Richtung Münsterland orientieren würden. Nachdem die Situation im Job meiner Frau unerträglich wurde und sie kurzfristig einen anderen, scheinbar interessanten Job fand, kündigte sie. Der neue Job stellte sich aber sehr schnell als noch viel problematischer heraus und hatte gesundheitliche Probleme zur Folge, die es ihr unmöglich machten, dort weiter zu arbeiten.

Nach einer mehrmonatigen Weiterbildung und einiger Zeit in der Arbeitslosigkeit fand sie schließlich eine neue Stelle, die besser zu ihren Fähigkeiten und Interessen passt ... in Münster.

Wohnungssuche als Lebensaufgabe

Münster, die Stadt der Radfahrer und Studenten, die Perle des Westfalens, urbanes Zentrum einer extrem landwirtschaftlich geprägten Region. Eine der angeblich lebenswertesten Städte Deutschlands. Und eine Stadt mit extremer Wohnraumknappheit und hohen Mieten.

Ich hatte ja schon in Darmstadt die Mietpreisentwicklung mit Sorge verfolgt, vor Allem nachdem die Stadt in mehreren Listings unter Deutschlands Top Ten der Städte mit der höchsten durchschnittlichen Miete gelandet war. Und Berichte, dass für eine angebotene Wohnung in der Regel hohe zweistellige Anzahlen an Bewerbungen eintrudeln, beruhigen einen auch nicht gerade.

Es stellte sich heraus, das Münster in Allem offenbar noch extremer ist. Mieten unter zwölf, dreizehn Euro je Quadratmeter sind quasi unbekannt, und je WG-tauglicher die Wohnung, desto eher geht es in Richtung fünfzehn, sechzehn Euro je Quadratmeter. Die Lage hier ist so angespannt, dass die Stadt eine zweite Stufe für Wohnberechtigungsscheine mit höheren Einkommensgrenzen eingeführt hat, damit sich vor allem Familien überhaupt eine Wohnung leisten können.

Da Münster rund dreihundertfünzig Kilometer von Darmstadt entfernt ist und wir keine Kontakte hatten, die hier leben, waren wir bei der Wohnungssuche auf einschlägige Portale, Zeitungsannoncen und die Webseiten der Wohnungskonzerne und -genossenschaften angewiesen. Wohnung sind extrem begehrt, und so sind einzelne Anzeigen oft nur Stunden online.

Um also überhaupt eine Chance zu haben, an eine der bezahlbareren Wohnungen zu kommen, muss man also quasi stündlich die Anzeigen auf Neuzugänge prüfen und sofort reagieren und die Vermieter anschreiben, bevor dort noch weitere fünfzig Berwerbungen eingetroffen sind.

Für uns kam erschwerend der Zeitdruck hinzu, weil der Arbeitsantritt meiner Frau auch nach großzügigen Zugeständnissen ihres neuen Arbeitgebers nur etwas mehr als drei Monate entfernt war. Dass wir zudem Katzenbesitzer sind, machte die Sache auch nicht einfacher, da etwa achtzig Prozent der Vermieter Haustiere von vornherein ablehnen.

Anfragen an die größeren Vermieter (Wohnungskonzerne etwa) blieben in der Regel komplett unbeantwortet, die Eintragung in Wartelisten völlig ohne Reaktion.

Nach etlichen erfolglosen Anfragen (im hohen zweistelligen Bereich), bei denen wir in der Regel nicht einmal eine irgendwie geartete Reaktion erhielten, hatten wir dann doch einige erfolgreiche Kontajte und daraus folgende Besichtigungen, bei denen die Wohnungen dann aber aus diversen Gründen für uns nicht in Frage kamen.

Das Problem bei der Entfernung ist, dass man nicht mal eben beliebig eine Termin machen kann, wenn man nicht gerade Urlaub und viel Zeit (und Geld) zum Reisen hat. Besonders auffällig war, dass einige Wohnung in den Anzeigen offenbar auch mit falschen Angaben zur Größe und Austattung arbeiteten, um die Miete etwas verhältnismäßger erscheinen zu lassen. Da fehlen dann in der Realität halt mal eben zehn, fünfzehn Quadratmeter Fläche, oder die "moderne und voll ausgestattete Küche" ist winzig, 12 Jahre alt und völlig herunter gekommen.

Eher zufällig stießen wir dann auf die Webseite der kommunalen Wohnugsgesellschaft Wohn- und Stadtbau Münster, die gerade noch zwei Wohnung in einem neu gebauten Wohnkomplex frei hatten, welche wir dann Anfang Januar besichtigen und für die wir auch die Zusage bekommen konnten. Ursprünglich sollten wir die Wohnung ab dem fünfzehnten Januar beziehen können, doch interne Abläufe auf Seiten der Wohn- und Stadtbau verzögerten das dann bis zum ersten Februar.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon seit Wochen nicht mehr gut geschlafen, mein normaler Schlafzyklus hatte sich sich von acht auf vier bis fünf Stunden pro Nacht verkürzt.

Einen Umzug organisieren

Nun galt es, ein Umzugsunternehmen zu finden, da wir zeitlich und personell gar nicht in der Lage waren, unseren kompletten Hausstand über diese Entfernung zu verlegen.

Hier kam uns eines der Immobilienportale zur Hilfe, das einen entsprechenden Service anbietet. Nach Eingabe der Daten spuckte es eine Anzahl an Umzugsunternehmen aus, die sich zwecks (kostenlosem) Kostenvoranschlag mit uns in Verbindung setzen sollten. Von den sieben vorgeschlagenen Unternehmen meldeten sich schließlich vier.

Die Besichtigungstermine waren schnell ausgemacht. Leider hatte das Portal wohl unsere Adresse mit einer gleichnamigen Straße in Frankfurt ersetzt, so dass die Besichtiger alle erst einmal an der falschen Adresse landeten (WTF?). Bis mir klar geworden war, was genau passiert ist, waren schon alle Besichtigungen vorbei, lediglich einer der Anbieter schaffte es dann doch noch persönlich zu uns nach Darmstadt. Zum Glück gibt es WhatsApp und flexible Unternehmen, die die Besichtigung auch per Videotelefonat vornehmen. Die Kostenvoranschläge trudelten innerhalb weniger Tage bei uns ein.

Dass so ein Umzug nicht billig ist, war mir klar. Dass er wegen der Entfernung und der Menge unserer Besitztümer mindestens rund 4000 Euro kosten sollte, bei einem Unternehmen sogar noch wesentlich mehr, hat mich dann doch ... nun sagen wir: überrascht.

Kostentreiber waren geliehene(!) Verpackungsmaterialien und das Einpacken an sich, ein weiterer die Übernachtungskosten für die Träger, da der Umzug wegen der Entfernung über zwei Tage stattfinden musste. Die Angebote sind in der Regel Festpreisangebote, man sollte also genau hinschauen, welche Leistungen wirklich nötig sind und welche man auch selbst erbringen kann.

Da wir mehr oder weniger alles selbst einpacken wollten, schlossen wir natürlich die Angebote aus, die uns zusätzliches Verpackungsmaterial in Rechnung stellen würden. Letztendlich haben wir dann aber trotzdem circa zweihundertfünfzig Euro für Kartons, Blasenfolie, Paketband und Ähnliches ausgegeben, aber immerhin noch wesentlich weniger als die über siebenhundert Euro aus einem der Angebote.

Wir entschieden uns für das Angebot eines lokalen Unternehmens. Die Website sah professionell aus, das Angebot auch, zudem fand ich bei Google über neunzig positive Bewertungen. Vielleicht hätte mich stutzig machen können, dass alle Bewertungen fünf Sterne zeigten und dass die Unterschrift auf dem Angebot mit keinem der auf der Website als Verantwortliche genannten Personennamen übereinstimmte. Das schob ich aber auf einen nicht ganz angepassten Standard-Vordruck, bei dem vielleicht das Ersetzen der Unterschrift fehlgeschlagen war, zumal der Umzugstermin nun auch schon zweieinhalb Wochen später lag und der Stress sich bei mir bemerkbar machte. Ich wollte auch nicht überkritisch sein, da es sich ja druchaus auch im Versehen oder Versäumnisse handeln konnte.

Stress

Umzugsunternehmen lassen sich üblicherweise am Umzugstag ber EC-Karte oder durch Vorauszahlung per Überweisung bezahlen (das war bei allen Unternehmen, deren Webseiten ich mir anschaute, so). Also hatte ich die rund 4000 Euro auch eine Woche vor dem Umzugstermin überwiesen.

So richtig gestresst wurde ich dann aber, als ich wegen einer organisatorischen Frage versuchte, das Unternehmen anzurufen. Keine der der auf der Website oder den Emails genanntenen Nummern existierte. An der angegebenen Adresse gab es laut Google Maps auch kein Umzugsunternehmen. Eine Suche nach dem Unternehmen ergab aber Einträge in verschiedenen Branchenverzeichnissen, allerdings unter einer oder zwei anderen Adressen.

Daraufhin nahm ich die Website genauer in Augenschein und stellte fest, dass der dort genannte Geschäftsführer nicht mit dem im Impressum genannten verantwortlichen Einzelunternehmer(!) übereinstimmte. Zudem fehlte die übliche Steuernummer. Ich rief dann die Nummer an, mit der ich den WhatsApp-Kontakt hatte. Die Nummer existierte, aber ich kam nur bis zu einem Anrufbeantworter.

War ich auf Betrüger hereingefallen?

Also fuhr ich kurz entschlossen zu der angegebenen Adresse. Dort fand ich ein Wohnhaus mit zwei der drei auf der Website genannten Personen, die ich jedoch nicht antraf. Eine Nachbarin versicherte mir aber, das dort regelmäßig Fahrzeuge, die für Umzuge genutzt werden konnten, geparkt seien.

Etwa eine Stunde später meldete sich dann telefonisch die Person, mit der ich die Besichtigung gemacht hatte. Meine organisatorische Frage wurde beantwortet und mir wurde versichert, dass alles wie geplant ablaufen würde.

Trotzdem sank mein Stresslevel nicht, und mein Schlaf blieb schlecht, so dass ich die Tage bis zum Umzug von zunehmender Unruhe erfüllt war, besonders, als nicht wie angekündigt, die Parkzone für den Umzugs-LKW drei Tage vor dem Umzug abgesperrt war. Eine weiterer Anruf erklärte mir dann, dass der dafür zuständige Kollege noch in einer anderen Region tätig sei und wir die Schilder noch bekommen würden. Das passierte dann tatsächlich eineinhalb Tage vor dem Umzugstag. Was mich aber auch nur bedingt beruhigte.

Vor Allem weil mich der Verantwortliche dann auch noch anrief, um nachzufragen, ob man den Umzug nicht vielleicht doch an einem Tag machen könne, weil man noch mehr Umzüge an den Tagen in Planung hätte . Das lehnte ich aber ab: zum Einen, weil ja jemand von uns in der neuen Wohnung sein musste, unsere Planung aber vorsah, dass meine Frau erst am ersten Umzugstag nach dem Einladen dorthin fuhr. Zum Anderen, weil mir das nicht mit dem Arbeitsrecht vereinbar erschien, da die Mitarbeiter dann mindestens vierzehn bis fünfzehn Stunden unterwegs wären, die Rückreise noch nicht eingerechnet.

Am Umzugstag lief dann aber alles wie geschmiert: LKW und Träger waren pünktlich vor Ort und innerhalb von nur knapp vier Stunden(!) war alles abgebaut(!!) und verladen(!!!). Großer Respekt für die Mitarbeiter! Immerhin wohnten wir im dritten Obergeschoß, ohne Aufzug und mit enger Treppe.

Da kam dann eine weitere Unstimmigkeit auf: die Mitarbeiter erzählten mir, dass sie für die Fahrt nach Münster in der kommenden Nacht gegen 3 Uhr losfahren würden. Also keine Übernachtung, wie im Angebot/Auftrag angegeben?

Nunja. Das Ausladen aller Güter und das Aufbauen der Schränke und Betten am nächsten Tag ging ähnlich schnell und effektiv (auch dank der Barrierefreiheit und des Aufzugs in der neuen Wohnung). Auch hier wieder: großer Respekt für die Mitarbeiter!

Ich hatte nach dem ganzen Stress keine Lust mich wegen der Details im Auftrag zu streiten. Dass ich aber bis heute trotz Nachfrage keine Abschlußrechnung bekommen habe (die ich für die Steuer brauche, weil es ein berufsbedingter Umzug war), ist noch eines der Dinge, die mich an meiner Wahl des Unternehmens zweifeln lassen.

Ich kann als Fazit jedem nur empfehlen, nicht unter Zeitdruck umzuziehen, sich das Unternehmen seiner Wahl genau anzuschauen und die vereinbarten Leistungen zu prüfen.

Nachwehen

Eine Woche später übergab ich dann die alte Wohnung an unseren Vermieter, mit unserer Küche inklusive aller Elektrogeräte (Kühlschrank, Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd, Ofen, Dunstabzug, teilweise noch mit Garantie), die der Nachmieter übernehmen soll. Weiterhin befinden sich noch ein paar Rollos und Speigelschränke in der Wohnung, die ebenfalls übernommen werden sollten und Teil der Ablösesumme sind.

Die erste Kandidatin für die Nachmiete versuchte mit uns zu verhandeln, indem sie einen lächerlich niedrigen Betrag ansetzte, nur rund ein Drittel von unserer Forderung. Wohlgemerkt ein Betrag, für den sie bei einem Neukauf vielleicht eins oder zwei der Geräte erhält, aber keine komplette, eingepasste und aufgebaute Küche inklusive aller Geräte. Nein, auch nicht gebraucht.

Statt uns entgegen zu kommen, beharrte sie auf ihrem Angebot (obwohl wir ihr durchaus sehr weit entgegengekommen wären), und forderte, die Rechnungen für die Küche, Geräte und Aufbau derselben zu sehen. Nachdem sie aber auch bei einer weiteren Besichtigung der Wohnung Forderungen an meinen ehemaligen Vermieter gestellt hatte, die dieser nicht erfüllen mochte, hatte sich das Thema erledigt.

Dann tat sich erst einmal eine Weile gar nichts, und ich fürchtete schon, dass wir die Küche vielleicht doch noch aus der Wohnung holen müssten. Immerhin schaffte ich es dann nach rund zweieinhalb Monaten Stress, Unsicherheit und Bauchschmerzen das erste Mal wieder, mehr als fünf Stunden am Stück zu schlafen.

Der nächste Kandidat war problemloser und kam uns sehr weit entgegen, so dass der Kompromiss für alle zufriedenstellend ist, wenn auch das Thema noch nicht final abgeschlossen ist.

Mittlerweile hatten wir für die neue Wohnung im schwedischen Möbelhaus auch eine Küche gekauft. Die Lieferung sollte weniger als vier Wochen später stattfinden, also in dieser Woche. Wir hatten im Möbelhaus auf die komplizierte Parksituation hier hingewiesen (Neubaugebiet, viele Bauzäune und abgesperrte Bereiche, enge Strassen, Unsicherheiten, wann welche Flächen fertig werden) und dass in jedem Fall aus baulichen Gründen nicht direkt vor dem Eingang geparkt werden kann, sondern dass es einen Zugangsweg von mindestens 30m Länge gibt.

Am Liefertag meldete sich der Logistikpartner, wo er denn parken solle, hier wäre nichts frei. Er war mit einem kleinen Elektrotransporter unterwegs, ohne Hebebühne, ohne Hubwagen oder Sackkarre. Er könne also nicht ausladen, weil er nicht bis direkt vor die Tür fahren kann, und über eine halbe Tonne Küchenmöbelpakete über diese Strecke zu tragen wäre unmöglich. Offenbar war unsere Beschreibung der Situation vom Möbelhaus (bzw. dessen Mitarbeitern) nicht vollständig an den Logistikpartner weiter gegeben worden

Nach einiger Diskussion und Kontakt zum Möbelhaus wurde der Liefertermin um weitere drei Wochen in die Zukunft verlegt, dann soll die Lieferung (hoffentlich) mit einem Fahrzeug mit Hebebühne und Hubwagen erfolgen.

Derweil haben wir keine Küche, können nicht richtig kochen und waschen unser Geschirr in einer Schüssel in der Badewanne ab. Schon seit 6 Wochen und noch mindestens 3 weitere Wochen.

Und sind nur einige der Schwierigkeiten, die der Umzug verursachte. In den letzten Monaten haben wir eigentlich in allen Bereichen des Lebens mehrfach Totalversagen aufgrund mangelhafter Kommunikation, fehlender Kompetenz und fehlenden Willens, seinen Job richtig zu machen, zu spüren bekommen. Und eine Besserung ist nicht in Sicht, wenn ich mir die generelle Entwicklung so anschaue.

Mein Fazit kann deshalb eigentlich frei nach Dante Alighieri nur lauten: Lasst, die ihr euch auf andere verlassen müsst, alle Hoffnung fahren.

[Nachtrag 12.07.2024]

Mittlerweile haben wir die Küche (kam dann tatsächlich pünktlich) und ein Sofa (Lieferzeit 12 Wochen, statt wie angekündigt 6 bis 8).

Vorgestern rief mich dann mein ehemaliger Vermieter an, er hätte jetzt die Nebenkostenabrechnung gemacht und ich würde einen substanziellen Betrag zurückbekommen. Allerdings wäre ihm aufgefallen, dass in "seiner Liste" die Vorauszahlung für den Monat März als nicht erhalten eingetragen sein, und wie das denn sein könne.

Daraufhin erklärte ich ihm, dass wir bei der Ankündigung meines Umzugstermins anfang Januar besprochen hätten, dass er mir die Zahlungen für März erlassen würde, da ich die Wohnung ja schon im Februar übergeben würde (das ist dann am 08. Februar passiert, ich hatte also faktisch ab dem 08. Februar keinen Zugang zur Wohnung mehr) und dadurch die Wohnung ja theoretisch ab März bezugsfrei sei, auch wennd er Mietvertrag bis Ende März lief (der Nachmieter ist dann final zum 15. April eingezogen).

Daran mochte er sich aber nicht mehr erinnern (und ich hatte es mir leider nicht schriftlich geben lassen) und sagte mir, dass wir da ja jetzt eine Lösung finden müssten. Das hat mich dann doch etwas aufgeregt, da ich so erzogen wurde, dass auch mündliche Absprachen eingehalten werden müssen. Letztlich hatte ich aber keine Handhabe und habe eine entsprechende Überweisung in Auftrag gegeben, da ich auch noch auf sein Wohlwollen für die finale Freigabe meines Kautionssparbuchs (ja, Kinners, ich hab 20 Jahre da gewohnt, das war früher so üblich) angewiesen bin.

Gestern haben wir dann noch einmal telefoniert, ich teilte ihm die Überweisung mit, woraufhin er mir dann erklärte, dass sich der Rückzahlungsbetrag dann um eben den überwiesenen Betrag erhöhen würde.

Und nun frage ich mich: Wieso dann er Aufwand? Ok, er ist über 70, aber eigentlich noch ganz gut beisammen. Also WTF?